Seltsame Freunde, oder: Verschollen!

Über dieses Thema könnte ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Buch schreiben.

Nun habe ich diesen einen besonderen, besten Freund.

Man stelle ihn sich in etwa so vor: Mitte Vierzig, gebildet, interessant, der “Businessman” schlechthin, vielseitig interessiert, weltoffen, verheiratet, Kinder

Soweit, sogut.

Nur hat dieser Mann, der doch irgendwie sehr dominant, charmant und willensstark auftritt ein Weibchen, dass kein Verständnis für Freundschaften hat. Will heissen: wir kennen und mögen uns seit sage und schreibe 8 Jahren, aber sie weiß nichts davon.
Nicht nur, dass ich dank ihrer Terminplanung und seinen zwei Jobs, ihn meines Erachtens nach zu selten zu Gesicht bekomme, nein…wenn er mal krank ist, ist er für mich regelrecht verschollen. Nicht zu erreichen, einfach weg!
Sodass ich, nach spätestens zwei Tagen, in nervöse Ticks und panische Anfälle verfalle….

Ich mache mir ja sowieso andauernd mehr Gedanken um sein Wohlergehen, als sein Frauchen…”Du arbeitest zu viel”, “Du wirst nicht jünger”, “mach mal langsam”, “du brauchst mal ne Pause”,

Aber spätestens wenn er verschwindet, sich in Luft auflöst, puff, einfach weg ist…fang ich hysterisch an, Unfallmeldungen und Todesanzeigen zu lesen Ö.ö

Ja, ja das mag übertrieben sein, denkt ihr jetzt. Aber nein! Ist es nicht! Wirklich nicht! Das letzte, was ich von ihm bekommen hab, war eine E-mail aus dem Büro:

“Bin total fertig. Hab letzte Nacht keine Auge zumachen können, keine Ahnung wieso. Irgendwas stimmt nicht mit mir. Ich fahr nach hause (muss! ich wohl) und leg mich ins Bett.Kuss”

Naaa? Würdet ihr euch da nicht auch Sorgen machen…mann, dass ist schon ne ganze Woche her… ö.Ö

Und da er nunmal mein bester Freund ist, kann ich mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen und so schiebe ich weiter diese furchtbare Panik, wie jedes Mal, wenn er krank zu hause ist.

Hoffentlich ist es nichts ernstes *tief seufz*

oooooommmmm

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